Sebastian Hansen (Düsseldorf/Stuttgart): Thomas Mann und Friedrich der Große

29.11.2012

Moderation: Dr. Heike Spies


Donnerstag, 29.11.2012, Beginn: 19.30 Uhr, Goethe-Museum Düsseldorf. Der Eintritt kostet 5,- Euro, ermäßigt für Studierende und Schüler 3,- Euro, die Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Für Mitglieder unserer Gesellschaft ist der Eintritt frei.

Der 300. Geburtstag Friedrichs II. (1712-1786) hat in diesem Jahr erneut großes Interesse hervorgerufen. Verschiedene Ausstellungen, Vorträge und Publikationen versuchen weiterhin, die Persönlichkeit und die historische Bedeutung dieses preußischen Königs zu ergründen. Mit beiden Aspekten hat sich auch Thomas Mann eingehend beschäftigt. Im Jahr 1905 begann er einen "Friedrich"-Roman zu planen, der jedoch nicht zur Ausführung kam. Zehn Jahre später erschien inmitten des Ersten Weltkriegs sein Essay Friedrich und die große Koalition, der viel Zustimmung erhielt, aber auch entschiedenen Widerspruch hervorrief. Der Vortrag möchte diese Beschäftigung Thomas Manns mit Friedrich II. und die Reaktionen auf seine Publikation genauer nachzeichnen. Dabei stehen nicht nur die Motive des Schriftstellers für den Roman und die Gründe für dessen Scheitern im Vordergrund, sondern auch die sehr eigenwillige Sicht des Schriftstellers auf den preußischen Monarchen, die einen Kontrast zur Verherrlichung im Kaiserreich darstellte. 

Sebastian Hansen studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und an der Université de Nantes in Frankreich. Von 2007 bis 2012 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit in Düsseldorf tätig. Seit Oktober 2012 Akademischer Mitarbeiter in der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart. Promotionsthema: "Thomas Mann und die Politik. 1914-1933" (eingereicht).